Eingetragene Partnerschaft für Heterosexuelle?

Seit 01.01.2010 steht homosexuellen Paaren das Modell der „Eingetragenen Partnerschaft“ offen. Dieses ähnelt zwar der Ehe, unterscheidet sich jedoch in einigen Punkten deutlich von dieser.

Weil die Eingetragene Partnerschaft gegenüber der Ehe nicht nur Nachteile, sondern für manche auch erhebliche Vorteile bietet, kämpft ein heterosexuelles Paar nun darum,  eine Eingetragene Partnerschaft anstatt der Ehe abschließen zu dürfen. Das Gesetz verbietet das derzeit aber noch.

  • Geringere Unterhaltspflicht
  • Kürzere Scheidungsfristen
  • Bloß eine Vertrauenspflicht anstatt einer Treuepflicht

Das sind im Wesentlichen die – in den Augen mancher Heterosexueller im Vergleich zur Ehe erstrebenswerten – Vorteile einer Eingetragenen Partnerschaft, welche seit der Einführung des seit 01.01.2010 in Geltung stehenden Bundesgesetzes über die eingetragene Partnerschaft (EPG).

Weil die Eingetragene Partnerschaft nach § 1 EPG jedoch ausdrücklich gleichgeschlechtlichen Paaren vorbehalten ist, soll ein heterosexuelles Paar Pressemeldungen zufolge nun versuchen, die bestehende gesetzliche Regelung durch den Verfassungsgerichtshof wegen Diskriminierung kippen zu lassen.

Sollte das Paar erfolgreich sein, könnte es bald tatsächlich die von manchen geforderte „Ehe light“ geben.

(Erstellt am 11.02.2010; § 1 EPG)

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